15. März  FridaysForFuture – Internationaler Schulstreik

Demonstration von Schüler*innen für Fridays for Future in München. Foto: André, Fridays for Future in München, CC-BY-NC-ND 2.0

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Ökosozialistische Alternative statt Klimakatastrophe

15. März FridaysForFuture – Internationaler Schulstreik

Von Internationale Sozialistische Organisation (ISO) | 12. März 2019

Seit Wochen erleben wir eine wachsende europaweite Schülerbewegung, die sich gegen die Ignoranz der Politik angesichts der Klimakatastrophe wendet. Diese ermutigende Bewegung der jungen Generation ruft für den 15. März zu einem internationalen Schulstreik auf.

Die ISO unterstützt diese Bewegung solidarisch und ruft zu größtmöglicher Beteiligung an den Kundgebungen und Demos auf.

 

Eine Übersicht findet ihr hier: https://fridaysforfuture.de/march15th/

 

System Change not Climate Change!

 

Ökosozialistische Alternative statt Klimakatastrophe

 

Der jüngste Bericht des Weltklimarats erklärt, wie notwendig drastische Maßnahmen sind, um die Erwärmung der Erdatmosphäre bis zum Ende des Jahrhunderts auf 1,5 Grad Celsius einzudämmen. Wir müssen die globalen CO2-Emissionen bis 2030 um 45 Prozent zurückfahren, bezogen auf das Basisjahr 2010. Und bis zur Jahrhundertmitte muss die Menschheit CO2-neutral wirtschaften. Dafür müssen vor allem mindestens 80 Prozent der verbliebenen fossilen Energieträger in der Erde bleiben. Doch die Vorkommen von Erdöl, Erdgas, Steinkohle und Braunkohle bedeuten für die Energiekonzerne immense Profite, um die sie mit Zähnen und Klauen kämpfen.

Und übrigens nicht nur die Energiekonzerne! Unsere gesamte Wirtschaftsordnung basiert darauf, immer mehr natürliche Ressourcen zu plündern, um immer mehr zu produzieren, weil nur dieser Mechanismus Kapitalbesitzer reich macht. Vor der Durchsetzung des Kapitalismus als vorherrschender Produktionsweise gab es diesen Zwang zu stetigem Wachstum nicht. Sein Ergebnis ist eine andauernde Überproduktion, die außerdem immer wieder wirtschaftliche Krisen herbeiführt.

Die Macht der Konzerne muss deshalb gebrochen und eine Produktion für den Gewinn der Kapitaleigner aufgegeben werden. Das ist nur möglich, wenn unsere Proteste zu einer gewaltigen Massenbewegung werden – hier bei uns und weltweit. Die politischen Eliten handeln vollkommen unverantwortlich und nehmen die Vernichtung der Erde und unser aller Zukunft in Kauf. Man braucht sich nur anzuschauen, wie die Industrie die Kohlekommission dominiert hat und was das Ausstiegsdatum 2038 bedeutet: “Vor allem soll es keine Verluste für die Aktionäre geben!”

 

Die kapitalistische Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung führt aber auch zu immer größerer sozialer Ungleichheit und deshalb zu Kriegen und zunehmender Verarmung. Diese Gesellschaftsordnung hat keine Zukunft, sie richtet nur Zerstörung an. Wir brauchen grundlegend andere Verhältnisse, in denen nicht mehr nach den Maßstäben des Profits, sondern im Sinne der menschlichen Bedürfnisse und der ökologischen Verantwortung für die kommenden Generationen produziert wird.

 

Müssen wir alle auf Wohlstand verzichten? Nein – wir werden ein viel lebenswerteres Leben gewinnen, wenn wir Reichtum nicht an Geld, sondern an Lebensqualität und freier Zeit für alle Menschen messen – Zeit, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, Zeit, sich selber politisch einzumischen, für die kreative Entfaltung unserer Anlagen, für Genuss und Ruhe, Fürsorge und Liebe.

 

Wenn du mehr über uns und unsere Arbeit erfahren möchtest, ruf uns an, schreib uns eine Mail oder komm vorbei.

 

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