Wie die Ideen Trotzkis sich in Kuba verbreiten

Ein Bücherstand in Havanna im Jahr 2012. Foto: Edwin Lugtenburg, cuba2 192, CC BY-NC-ND 2.0

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Trotzki-Kongress in Havanna

Wie die Ideen Trotzkis sich in Kuba verbreiten

Von Helmut Dahmer | 23.07.2019

Vor dem geschichtlichen Hintergrund Kubas erscheint der nicht-öffentliche „Akademische Kongress zu Leben und Werk Trotzkis“ vom 6. bis 8. Mai 2019 als ein politisches Wunder. Im Zusammenhang mit dem 100. Jahrestag der Gründung der Kommunistischen Internationale (im März 2019) planten diese Konferenz das „Juan Marinello Cuban Institute of Cultural Research“ und das Philosophische Institut der Universität Havanna in Zusammenarbeit mit dem „Instituto del Derecho de Asilo“ (Trotzki-Museum in (Mexiko) und dem „Karl Marx Center for Socialist Studies“.

Die Reaktionen auf die Ankündigung einer Trotzki-Konferenz auf Kuba (durch verschiedene sozialistische Mitteilungsblätter) fielen unterschiedlich aus. Manche Leser*innen dieser Nachricht reagierten mit ungläubigem Staunen, andere fragten „Wo sonst?“

Die Geschichte der kubanischen Revolution beginnt vor 120 Jahren

Kuba ringt seit 120 Jahren um seine Unabhängigkeit. Ende des 19. Jahrhunderts intervenierten die USA nach einer Reihe von Aufständen gegen die spanische Kolonialherrschaft und hielten seitdem die formell unabhängige Republik faktisch in Abhängigkeit – politisch-militärisch mit Hilfe ihres Interventionsrechts, ihres Stützpunkts Guantánamo und der Unterstützung wechselnder kubanischer Präsidenten, ökonomisch durch eine Abnahme-Garantie für die Produkte der Zucker-Monokultur.

Die 1925 gegründete kommunistische Partei Kubas geriet alsbald in den Sog des stalinistischen Lagers, kollaborierte auch mit den jeweiligen Regimen und firmierte seit 1944 als „Sozialistische Volkspartei“. Fidel Castros Unternehmen, mit ein paar Dutzend Gefolgsleuten einen – durch Massenstreiks unterstützten – Guerillakrieg gegen die Armee des Diktators Batista zu führen, stand sie zunächst ablehnend („Abenteurertum“), dann abwartend gegenüber.

Drei historische Beispiele

Der ungeheure Schatten des Stalinismus1 lag (und liegt noch immer) über vielen Versuchen, aus dem Bannkreis der kapitalistischen Weltwirtschaft auszubrechen. Rufen wir uns drei Beispiele aus der Geschichte des Sozialismus auf Kuba in Erinnerung:

  • Sandalio Junco, ein schwarzer Gewerkschaftsführer, seit 1928 im Exil, kam Anfang der 30er Jahre in Moskau in Kontakt mit Andreu Nin und wurde nach seiner Rückkehr zum Begründer der trotzkistischen Bewegung Kubas, die 1933 eine bedeutende Rolle in der Organisation des Generalstreiks gegen das blutige Regime des Diktators Machado spielte. Junco soll Stalin ins Gesicht gesagt haben, er halte ihn für einen „Betrüger der Welt-Arbeiterbewegung“. Er wurde im Mai 1942 bei einem politischen Meeting von stalinistischen Agenten umgebracht – wie zuvor seine Genossen J. A. Mella (1929), A. Nin (1937) und L. Trotzki (1940).
  • Arkadij Maslow. Nach dem kampflosen Sieg der Nazis 1933 verschlug es – mit ein paar Tausend Hitlerflüchtlingen – auch einige dissidente deutsche Kommunisten (Brandler, Thalheimer, Boris Goldenberg…) nach Kuba, wo sie auf eine Möglichkeit zur Einreise in die USA warteten. 1941 stieß der Theoretiker des linken Flügels des deutschen Kommunismus, Arkadij Maslow, zu ihnen. Er hatte 1928 den „Leninbund“ gegründet und in den Jahren 1934-37 in Paris mit der Gruppe um Trotzki zusammengearbeitet. Mit der (bisher unveröffentlichten) Fiktion „Stalins Memoiren“ suchte er zum Verständnis des Despoten im Kreml beizutragen. Maslow gehörte zu den Leuten, „die zu viel wussten“. Die nationalen Sektionen der von Stalin gleichgeschalteten Komintern hatten sich in den dreißiger Jahren nicht nur in eine Hilfstruppe der Außenpolitik des Kremls verwandelt, sondern auch in eine Hilfstruppe zur Ermordung von Dissident*innen, die der Stalinclique als gefährlich erschienen. Im November 1941 fand man Maslows Leichnam auf einer Straße in Havannas „schlechtem Viertel“. In dem von Hermann Weber und A. Herbst herausgegebenen biographischen Handbuch Deutsche Kommunisten heißt es: „Die These von [seiner] Ermordung ist nach heutigen Kenntnissen der Stalinschen Praktiken und Verbrechen durchaus wahrscheinlich.“
  • Die Mercaders. Die stalintreuen Spanien-Kämpfer und KGB-Agenten Leonid Eitingon (der berüchtigte „General Kotow“), Ramón Mercader und seine Mutter Caridad Mercader hatten sich nach dem Sieg Francos nach Mexiko abgesetzt und bildeten 1940 ein Killerkommando, dem es im August 1940 gelang, Stalins Befehl auszuführen, Trotzki (der seit 1937 im Vorort Coyoacan der mexikanischen Hauptstadt Asyl gefunden hatte) umzubringen. Juan Marinello, der bedeutende, politisch engagierte kubanische Dichter, hatte 1937 in Madrid Caridad Mercader noch als „katalanische Pasionaria“ gefeiert. Eitingon und die beiden Mercaders wurden zum Lohn für ihre Dienste mit den höchsten Orden, die der Kreml zu vergeben hatte, ausgezeichnet. Als Ramón Mercader 1960 aus mexikanischer Haft entlassen wurde, fand er in Havanna freundliche Aufnahme. Seine Mutter Caridad, die straffrei blieb, wurde (in den Jahren 1960-1967) mit der Öffentlichkeitsarbeit der Pariser kubanischen Botschaft betraut…

Kuba hält sich noch immer

Noch immer glauben viele Antikapitalist*innen an den Mythos vom „Sozialismus“ in einem Land (oder in einem Block), an die „Lösung“ widerstreitender gesellschaftlicher Interessen durch Massenterror und an die von Stalin und seinen Ideologen jahrzehntelang propagierten Geschichtslegenden. Das galt auch für die Führung der fidelistischen Guerillatruppe, der es in der zweiten Hälfte der fünfziger Jahre gelang, die Armee des Diktators Fulgencio Batista in Kuba zu besiegen und ihn aus dem Land zu jagen. Für Fidel und seinen Bruder Raoul wie für ihren berühmten Kampfgefährten Ché Guevara galt der 1953 verstorbene Stalin, dessen Entzauberung auf den Parteitagen der sowjetischen KP von 1956 und 1961 bereits begonnen hatte, noch immer als eine Autorität. Die Sowjetunion betrachteten sie als ein nachahmenswertes sozialistisches Musterland.

Trotzki und die IV. Internationale hingegen hielt die Guerillatruppe, Stalins fabulösem „Kurzen Lehrgang der Geschichte der KPdSU“ entsprechend, für Konterrevolutionär*innen, ihre Theorien für gefährliche Ketzereien. Das bedeutete auch, dass sie weder den Charakter der (spät-)stalinistischen Sowjetunion, ihrer Schutzmacht, noch die Risiken, die ihr eigenes revolutionäres Projekt lief, zureichend verstanden. Daran änderte sich auch nichts, als kubanische Trotzkist*innen sich frühzeitig der Guerilla anschlossen.

Noch immer glauben viele Antikapitalist*innen an den Mythos vom „Sozialismus“ in einem Land

Ironischerweise schlugen die fidelistischen Nationalrevolutionär*innen, die sich auf Martí und Marx (oder Stalin) beriefen, innen- wie außenpolitisch einen Kurs ein, der dem einst von Trotzki prognostizierten Übergang nationaler Unabhängigkeitsbewegungen in sozialistische zu entsprechen schien. Innenpolitisch verstaatlichten sie kubanisch-amerikanisches Privateigentum und planten nicht nur eine Diversifizierung der Landwirtschaft, sondern auch eine umfassende Industrialisierung des Landes. Außenpolitisch versuchten sie, ihre anti-imperialistische Revolution international zu verbreiten. Ché Guevara setzte sein Leben ein, um – jeweils nur mit ein paar Dutzend Kampfgefährt*innen – nach kubanischem Muster zuerst (1965) im Kongo, dann (1966/67) in Bolivien, durch kühne Guerilla-Aktionen Massenaufstände anzustoßen.

Je stärker unter amerikanischem Druck die Abhängigkeit von der Sowjetregierung wurde, die, wie zuvor die USA, in Kuba vor allem einen Zuckerlieferanten und einen militärischen Stützpunkt sah, desto stärker wurde in den sechziger Jahren auch die politische und „kulturelle“ Anpassung an „sowjetische“ Standards.6 Künstler, die auf ihre Autonomie pochten, wurden ebenso verfolgt wie sexuelle „Dissident*innen“. Die kleine Gruppe der Trotzkist*innen (50 oder 60 Aktive) landete schließlich im Gefängnis.

Altstadt Havannas gleicht teilweise einer Ruine

60 Jahre nach dem Sieg über Batista und der staatsozialistischen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft, nach vergeblichen Versuchen, durch die Unterstützung von Befreiungsbewegungen in Afrika und Südamerika Bundesgenoss*innen zu gewinnen, nach unausgesetzten Versuchen wechselnder US-Regierungen, das nachrevolutionäre kubanische Regime, wenn nicht zu stürzen, dann doch zu strangulieren, hält sich der nichtkapitalistische Inselstaat Kuba noch immer. Weil er sich auf die Loyalität der Bevölkerungsmehrheit stützen kann, der er Wohnung und Arbeit, kostenlose Ausbildung und medizinische Versorgung garantiert.

60 Jahre nach dem Sieg über Batista hält sich der nichtkapitalistische Inselstaat Kuba noch immer.

Treibstoff und ein Großteil der Lebensmittel müssen importiert (und gegenwärtig auch wieder rationiert) werden. Die einstmals prächtige Altstadt Havannas präsentiert sich heute teilweise als eine Ruinenstadt. Es mangelt an vielen elementaren Gütern (wie etwa Hygienemitteln), die für zahlungskräftige Konsumenten in vergleichbaren Drittwelt-Staaten, die nicht jahrzehntelangen Blockaden ausgesetzt waren, selbstverständlich sind.

Havanna wirkt entmilitarisiert. Die Massendemonstration, zu der sich am 1. Mai um 7 Uhr früh auf dem Revolutionsplatz eine Million Menschen versammelten (und die unter der Losung „Einheit, Engagement, Sieg!“ stand) glich einem Volksfest. Es gab keine Waffenschau, und die teilnehmenden, unterschiedlich uniformierten Gruppen von Polizist*innen gingen in der Massendemonstration auf. Gegenwärtig gibt es praktisch keinen Personenkult. Ché Guevara freilich ist (wie auch international) längst zu einem Mythos geworden, zu einem oft besungenen Volkshelden, der die revolutionären Traditionen Kubas verkörpert.

Einführung kleiner Privatwirtschaften

Nach dem Kollaps der Sowjetunion zu Beginn der 90er Jahre, mit der 85 Prozent des kubanischen Außenhandels abgewickelt worden waren, und nach Naturkatastrophen Mitte der Neunziger sah die Regierung sich zur einer Revision der Planwirtschaft genötigt. Zögernd wurde kleines Privateigentum im Bereich des Service-Sektors zugestanden (und 2019 auch in der Verfassung legitimiert), zudem wurden Investitions-Möglichkeiten für ausländisches Kapital und für Joint-Ventures (etwa im Hotelgewerbe) eröffnet.

Der Tourismus (mit gegenwärtig 5 Millionen Besucher*innen pro Jahr) wurde angekurbelt und eine Parallelwährung (CUC) für Tourist*innen eingeführt. Die „kleinen“ Privatwirtschaften, die sich allmählich zu „mittleren“ entwickeln, die Überweisungen wohlhabender Kubaner*innen aus Miami (die jährlich etwa den staatlichen Einnahmen aus der Tourismus-Branche entsprechen) und die Etablierung einer speziellen Konsum-Welt für Tourist*innen haben zur Reproduktion jener Formen sozialer Ungleichheit geführt, die die Revolutionär*innen vor sechzig Jahren beseitigen wollten.

Nach dem Kollaps der Sowjetunion zu Beginn der 90er Jahre sah die Regierung sich zur einer Revision der Planwirtschaft genötigt.

Die „Alte Garde“ der kubanischen Revolutionäre tritt langsam ab. Der Parteimarxismus verblasst, weil er weder zur Gegenwartsanalyse beiträgt, noch politische Perspektiven eröffnet. Die linksnationalistisch-halbsozialistischen Regime in Lateinamerika (die potentiellen Verbündeten Bolivien, Venezuela und Nicaragua) kämpfen mit größten Schwierigkeiten. Die Trump-Regierung versucht mit aller Macht, sie zu eliminieren. Von der jungen Generation heißt es in einem der von Héctor Puente Sierra jüngst geführten Interviews: „Geht es um die Beteiligung an politischen Debatten, stößt man auf fehlendes Engagement. Sie sind apathisch und fürchten die Folgen, wenn sie ihre Meinung offen kundtun. Die meisten jungen Kubaner*innen verfolgen die politischen Ereignisse nicht. Sie sind [der Politik] entfremdet, entideologisiert.“

Junge Intellektuelle suchen nach Theorie

Unter diesen Umständen beginnt eine Minderheit von jungen Intellektuellen die Suche nach einem zureichenden Verständnis der aktuellen kubanischen wie der internationalen Situation. Das Milieu dieser Suche bilden natürlich – wie einst in Berkeley, Paris und Frankfurt – die auf Reflexion ausgelegten, potentiell „unruhigen“ Fakultäten – vor  allem die Institute für Philosophie und Soziologie. Hatte Isaac Deutschers große Trotzki-Biographie vor sechs Jahrzehnten der Generation von 1968 die Augen für Alternativen zum Stalinismus geöffnet, so hat auf Kuba der vor 10 Jahren erschienene Roman von Leonardo Padura, Der Mann, der die Hunde liebte, eine Bresche ins Eis der herrschenden politischen Ideologie geschlagen.

Der 36jährige Frank García Hernándes, der an einer Dissertation über Trotzki arbeitet und den Kongress in Havanna organisierte, berichtet, dass sich 2016 in der Universität von Santa Clara ein studentischer Diskussionskreis gebildet hat – das „Kubanische Kommunistische Forum“ –, das dringend um die Zusendung von Zeitschriften und Büchern „von Theoretikern wie Daniel Bensaïd, Pierre Broué, Isaac Deutscher, Ernest Mandel, Victor Serge, Alex Callinicos, Cornelius Castoriadis, Alan Woods, Tariq Ali, Michael Löwy … bittet.“ „Sie brauchen dringend Theorie!“ Und sie werden nun auch Trotzki, den Verteidiger der Arbeiter*innendemokratie, für sich und ihre kubanische Gegenwart wiederentdecken…

200 Anmeldungen für den Kongress

Nach der bloßen Ankündigung eines („akademischen“) Trotzki-Kongresses in ein paar sozialistischen Mitteilungsblättern gingen bei den Veranstalter*innen an die 200 Teilnahme-Anträge (und 51 Vortragstexte) ein. Auch das ist ein Politikum! Schließlich wurden 30 Referenten ausgewählt, die – im gastgebenden mexikanischen Kultur-Institut (dem „Museo de Beníto Juárez“) – einem Publikum von 80-100 Hörer*innen, darunter auch einigen kubanischen Student*innen, an drei Tagen in dichter Folge die Ergebnisse ihrer Studien vortrugen.

Die Zeit reichte nicht für Diskussionen der verschiedenen Texte und Positionen, wohl aber gab es zu einzelnen Themen höchst interessante ad-hoc-Interventionen. Die Referent*innen und Hörer*innen, politisch Aktive, Veteran*innen und „Gelehrte der Bewegung“ (A. Labriola) im Alter von 30 bis 80 Jahren gehörten verschiedenen, zumeist trotzkistischen Organisationen an. Sie kam nicht nur aus Nord- und Südamerika, sondern auch aus Belgien, Frankreich, Österreich und der Türkei.

Zu den Besonderheiten trotzkistischer Organisationen – die eine lange Tradition der Diskriminierung und Verfolgung hinter sich haben – gehört es, dass ihre aktiven Mitglieder und Sympathisant*innen unweigerlich zu professionellen oder Laien-Historiker*innen ihrer Bewegung und ihrer Gegner*innen werden. Der Kongress bot – nicht nur für die kubanischen Gäste, sondern auch für die Aktivist*innen und Spezialisten unterschiedlicher revolutionär-marxistischer Couleur – eine einmalige Gelegenheit, einander kennenzulernen und Neues über die Geschichte verschiedener nationaler Sektionen und ihrer internationalen Verbindungen zu erfahren.

Viele Diskussionen und eine Fotoausstellung

Das Themenspektrum hat Alex Steinberg in seinem Kongress-Bericht umrissen: Es ging um Trotzkis wichtigste Beiträge zur marxistischen Theorie und zur revolutionären Politik; um seinen Kampf gegen den Stalinismus; um seine Kontroversen mit nicht-stalinistischen linken Theoretikern in den dreißiger Jahren; um seine Positionen zu Literatur, Psychoanalyse und Alltagsleben; um Kontroversen und Spaltungen innerhalb der IV. Internationale und um die historische Einschätzung der trotzkistischen Bewegung verschiedener Länder.

Es ging um Trotzkis wichtigste Beiträge zur marxistischen Theorie und zur revolutionären Politik; um seinen Kampf gegen den Stalinismus.

Das Trotzki-Museum (Coyoacan) hatte eine großartige Fotoausstellung mit einer Reihe von bisher unbekannten Dokumenten nach Havanna geschickt. Eine für die Kongressteilnehmer*innen bestimmte Buchsendung des mexikanischen Instituts wurde vom kubanischen Zoll bedauerlicherweise nicht durchgelassen. Vorgestellt wurde der Essayband des peruanischen Trotzki-Experten Gabriel García Higueras: Trotsky en el espejo de la historia, Mexiko (Fontamara). Ein Höhepunkte der Veranstaltung war die Vorführung einiger bereits fertiggestellter Teile der neuartigen Trotzki-Dokumentation Trotsky: the most dangerous man in the world. Lindy Laub arbeitet an der Kombination aus seltenen historischen Filmaufnahmen und aus von ihr aufgefundenen Zeitzeugen-Interviews aus den achtziger Jahren. Ein weiterer Höhepunkt war die Aufführung einer Komposition einer fünfköpfigen Gruppe junger Musiker. Sie war von Trotzkis „Testament“ inspiriert und in ihr klangen H. Eisler und G. Mahler an.

Die Texte der (in spanischer oder englischer Sprache) für den Kongress geschriebenen Beiträge (von denen einige nicht vorgetragen wurden), werden in absehbarer Zeit in Havanna in Buchform veröffentlicht. Zudem ist an zwei Nachfolge-Konferenzen in Sao Paulo und in Mexiko-City gedacht.

18.6. 2019
Dieser Text erscheint mit allen hier gekürzten Fußnoten in der September-Nummer in Die Internationale.

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