TEILEN
Solidarität mit der GAM

Gegen die Ausgrenzung auf dem Klimacamp in Leipzig

Von Sekretariat der ISO | 26. August 2019

Wir sind seit vielen Jahren Teil der Bewegung gegen den Abbau der Braunkohle, einige von uns nehmen seit Jahren an verschiedenen Klimacamps teil, besonders im rheinischen Braunkohlerevier. Die Einheit und die Pluralität dieser Bewegungen sind uns wichtig, verschiedene Auffassungen, darunter auch marxistische und die ökosozialistischen Ansätze, die uns besonders am Herzen liegen, können sich einbringen.

Darum wenden wir uns gegen die Ausgrenzung der Gruppe ArbeiterInnenmacht (GAM), wie das offenkundig auf dem Klimacamp Leipziger Camp vorgekommen ist. Nach ihrer Darstellung ist ein zwei Monate vorher angemeldeter und von der Programmgruppe des Camps akzeptierter und in den Katalog der Veranstaltungen aufgenommener Workshop an dem Tag, an dem er hätte stattfinden sollen, untersagt worden. Die Ankündigung des Workshops zum Thema „Capitalism kills – Imperialismus, Konkurrenz und die Zerstörung von Mensch und Natur“ ist auch jetzt noch im Programmheft auf der Website des Camps zu finden.

Die Menschen auf dem Klimacamp in Pödelwitz mit den beeindruckenden inhaltlichen Angeboten der 5. Degrowth Sommerschule 2019 „Alle Dörfer bleiben ‒ weltweit!“ sowie dem Programm und dem Open Space des Camps hätten selber entscheiden können, ob sie sich anhören möchten, was ein Genosse der GAM zu sagen hat. Wir haben sicherlich unterschiedliche Weisen, wie wir auf solchen Camps auftreten. Aber dies kann kein Grund sein, in der Sache engagierte Gruppen von gemeinsam organisierten Camps oder vorbereiteten Workshops auszuschließen. Die Ausgrenzung von Gruppen wie der GAM scheint uns ein gefährlicher Präzedenzfall zu sein ‒ erst recht, wenn strittige Positionen zu den Konflikten im Nahen Osten als Grund angeführt werden, die in keiner Weise in Zusammenhang mit dem allgemein akzeptierten Konsens der Bewegung stehen.

Artikel teilen
Tags zum Weiterlesen
Kommentare auf Facebook
Zur Startseite