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Grönland

Dänische Sozialist:innen für Unabhängigkeit Grönlands

Von Vorstand der SAP Dänemark | 01.01.2026

Für eine freie und entmilitarisierte Arktis – Verteidigung der Unabhängigkeit Grönlands – Verteidigung der grönländischen Bevölkerung und Natur

(frd.) Die „Erkundungsmission“, die auf Einladung des dänischen Militärs unter Beteiligung der Bundeswehr und von Soldat:innen aus den NATO-Staaten Frankreich, Großbritannien, Niederlande, Norwegen Schweden, Finnland die Mitte Januar nach Grönland gereist ist, und das geplante Militärmanöver „Arctic Endurance“ sind weitere Anzeichen dafür, wie hart und wichtig der Kampf für eine freie und entmilitarisierte Arktis wird. Es geht nicht nur um die Übernahmepläne des US-Imperialismus oder die Versuche des EU-Imperialismus, sowohl dem etwas entgegenzusetzen als auch die NATO zu erhalten. Nicht besonders in Bezug auf Grönland oder Island, aber sehr wohl im Hinblick auf die Nordostpassage und die arktische Region insgesamt, gibt es durchaus geostrategische, militärische, ökonomische Interessen und Pläne der Volksrepublik China wie der Russischen Föderation. China möchte erklärtermaßen zu einer „polaren Großmacht“ werden. Aus dem russischen Außenministerium hieß es als Antwort auf Erklärungen von Repräsentant:innen der Regierungen der USA und der EU-Staaten: „Alle Versuche, die Interessen Russlands in der Polarregion zu ignorieren, vor allem im Bereich der Sicherheit, werden nicht ohne Antwort bleiben und sehr weitreichende Folgen haben“. Die Rechte der indigenen Völker sind dabei für keine der imperialistischen Mächte von Interesse, wie die Natur sollen sie Objekte der Ausbeutung sein und bleiben.
Das Positionspapier unserer dänischen Genoss:innen stammt von Februar 2025, es ist aber in fast allen Punkten unverändert gültig und ein Anstoß für Debatten, die viel zu selten geführt werden, und für notwendige Aktivitäten.

Mit Donald Trumps wiederholten Forderungen, dass die USA Grönland übernehmen sollten, und den Äußerungen seines Vizepräsidenten J. D. Vance über die Anzahl der amerikanischen Militärangehörigen in Grönland hat der imperialistische Wettstreit um Grönland eine entscheidende neue Stufe erreicht.

Die langjährigen Bemühungen zum Schutz der Arktis und der Inuit-Völker vor Krieg und Militarisierung befinden sich in einer grundlegenden Krise. Die Gefahr eines Wettrüstens am Nordpol und einer weiteren ungebremsten Ausbeutung der reichen Ressourcen dieser Region bedroht nicht nur die Existenz der Grönländer:innen, sondern der gesamten Welt. Die größte Sicherheit für Frieden und einen schonenden Umgang mit der Arktis bieten die Organisationen und Vertretungen der indigenen Völker, darunter das grönländische Parlament – Inatsisartut[i] – und der Inuit Circumpolar Council[ii].

Trump sagt ganz offen, was der „nette“ dänische Imperialismus zu verbergen versucht hat: dass Länder, Menschen und Völker unter der Logik des Kapitalismus im besten Fall Handelsware sind – im schlimmsten Fall Kriegsbeute. Aus dem gleichen Grund hat Trumps Forderung nach einer Neuverhandlung des fast 200 Jahre alten Bündnisses zwischen der dänischen und der US-amerikanischen Bourgeoisie Dänemark in eine regelrechte koloniale Hysterie versetzt. Der Höhepunkt der Hysterie ist natürlich die Zensur des Dokumentarfilms über die dänische Gewinnung von Kryolith[iii], der diese Woche aufgrund offensichtlichen politischen Drucks, an dem die Regierungsspitze beteiligt war, aus dem Internet entfernt wurde. Diese Zensur war zutiefst tendenziös, und mit der Entfernung des Quellenmaterials ist es für viele Bürger nun schwierig, wenn nicht sogar unmöglich, sich in einer entscheidenden gesellschaftlichen Debatte zu orientieren.

Die Bedeutung von Kryolith

Die bürgerliche Panik in Dänemark muss vor dem Hintergrund der enormen Reichtümer gesehen werden, die dänische Kapitalisten durch den Abbau von Kryolith in Grönland geraubt haben. Obwohl der dänische Staat dafür bezahlt wurde, dass er den dänischen Kapitalisten erlaubte, die grönländischen Mineralien zu stehlen, erhielten die Erben von Weber[iv] jeweils eine Rendite von nicht weniger als 40 % der einen Million, die sie bei dem Tod ihres Vaters erhalten hatten. Solche Einnahmen entstehen nicht durch normale Geschäftstätigkeit, sondern nur durch Monopole und koloniale Zinsen. Die Reinvestitionen dieser Einnahmen haben das Dänemark aufgebaut, das wir heute kennen. C. F. Tietgen, der Pate der modernen dänischen Kapitalistenklasse[v], war der Geldgeber für die Errichtung des Tagebaus in Ivittuut.[vi] Der Abbau von Kryolith ist daher als entscheidender Teil der ursprünglichen Akkumulation einzuordnen, die die Transformation von Dänemark in eine Industriegesellschaft ermöglicht hat.

Ohne Kryolith wäre Aluminium höchstwahrscheinlich nie zu einem weit verwendeten Metall geworden, und seine weitreichenden Fähigkeiten wären der Menschheit nicht zugute gekommen. Dänemark und die USA haben sich die Gewinne aus der Nutzung von Kryolith mehr oder weniger gleich miteinander geteilt. Den Vereinigten Staaten von Amerika hat es den raschen Aufbau der Luftwaffe ermöglicht, die ihnen seit dem Zweiten Weltkrieg einen entscheidenden Einfluss auf den Weltmarkt sichert. Der daraus resultierende Reichtum lässt sich nicht in Zahlen messen. Was es wert war, einen weltweit völlig einzigartigen Ort zu haben, an dem diese seltenen Mineralien frei auf der Erde lagen und von der lokalen Bevölkerung zum Gerben von Häuten verwendet wurden, verliert sich in Fragen der historischen Ethik. Wie andere kolonisierte Völker auch stehen die Inuit in Grönland nun mit einem Loch im Boden da, wo die Grundlagen für eine jahrhundertelange Entwicklung ihrer eigenen Gesellschaft und Ökonomie hätten liegen können.

Kolonialismus in den USA – und Dänemark

Trumps dreiste Forderung nach Kontrolle über Grönland ist lediglich eine Fortsetzung des kolonialen, imperialen und rassistischen Denkens, das die dänische und die US-amerikanische Politik gegenüber Grönland geprägt hat. In einem langen und mühsamen politischen Kampf hat die grönländische Bevölkerung die juridischen und formellen Rechte auf Unabhängigkeit errungen.[vii] Aber der US-amerikanische Imperialismus betrachtet die Staatsbildung indigener Völker mit tiefstem Misstrauen. Deshalb haben sie – auch unter der Führung der Demokraten – gezielt daran gearbeitet, Einfluss auf die grönländische Elite zu gewinnen und diese an die USA zu binden.

Die einfache Tatsache, dass diese Ausbeutung ans Licht gekommen ist, hat in Dänemark eine koloniale Hysterie ausgelöst, in der kolonialer Rassismus gegen unsere grönländischen Mitbürger:innen freien Lauf hat – z. B. mit der Vorstellung, dass die Unabhängigkeit Grönlands Konsequenzen für Grönländer:innen in Dänemark haben muss. Es muss kategorisch abgelehnt werden, dass Entscheidungen über die Verhältnisse in Grönland irgendeine Bedeutung für die Grönländer:innen haben sollen, die in Dänemark leben und Teil der dänischen Gesellschaft sind. Ebenso ist es zutiefst kritikwürdig, dass die dänische Regierung, die sonst den grönländischen Slogan „Intet om Grønland uden Grønland“ (Nichts über Grönland ohne Grönland) vertritt, gleichzeitig durch Europa gereist ist – ohne Grönland –, um Unterstützung für die Verteidigung des „Königreichs“ zu gewinnen! Die grönländische Regierung ist durchaus in der Lage, über Sicherheit zu verhandeln – das tut sie übrigens bereits, wenn sie über Konzessionen und Handel verhandelt.

Unsere Aufgaben

Die dänische Arbeiterklasse und die dänische Linke haben gegenüber dem grönländischen Volk eine besondere Aufgabe. Leider ist es wahr, dass eine ausgeprägte Selbstzufriedenheit einen Großteil der dänischen Arbeiterbewegung in ihrer Beziehung zum grönländischen Volk geprägt hat. Mit wenigen Ausnahmen haben viel zu viele von uns geglaubt, es reiche aus, „die Frage den Grönländern zu überlassen“ und sich daher in der Praxis nicht mit den komplexen historischen und aktuellen Verhältnissen in Grönland auseinandersetzen zu müssen. Das muss geändert werden.

In erster Linie, indem wir uns an der Organisation von Debatten über die Geschichte und Gegenwart Grönlands beteiligen und grönländische Aktivist:innen und Menschen in Dänemark einladen, ihre Erkenntnisse und Perspektiven einzubringen – nicht nur in Bezug auf Grönland, sondern auf die gesamte dänische Gesellschaft. Das können wir in allen Kreisen tun, in denen wir aktiv sind. Gleichzeitig möchten wir, dass der Unterricht in grönländischer Geschichte und dänischem Kolonialismus in die Lehrpläne für die Grundschule integriert wird. Kein Kind sollte die Marmorkirche sehen, ohne zu wissen, dass sie bei ihrer Fertigstellung auch als Aluminiumskirche bezeichnet wurde.[viii]

Gleichzeitig ist es notwendig, mehr über postkoloniale Konflikte und die blinden Flecken zu lernen, mit denen die Bevölkerung der Kolonialherren – insbesondere die Arbeiterklasse – konfrontiert ist. Ein ungeheuerliches Beispiel dafür ist, dass „Wirtschaftsexperten“ fast unwidersprochen gegen die Hervorhebung des Gesamtwerts eines Rohstoffs (des Kryolith) als Maßstab dafür wettern dürfen, den die Kolonialmacht dem kolonialisierten Land weggenommen hat. Obwohl Forscher:innen zum Thema Kolonialismus bereits in der Dokumentation auf die Relevanz dieser Zahl hinweisen, wird dieser Wert – vereinfacht ausgedrückt – fast vollständig vom grönländischen zum dänischen BIP verschoben. Ein besonderer Schwerpunkt sollte auch auf der Frage der reproduktiven Rechte und den aktiven Bemühungen des dänischen Staates liegen, die Geburt einer halben Generation grönländischer Kinder zu verhindern.

Forderungen, die den Kampf der Grönländer:innen für Unabhängigkeit unterstützen können

Wir unterstützen zwar voll und ganz den Wunsch Grönlands nach Unabhängigkeit und verstehen, dass die Grönländer:innen nicht an die Möglichkeit einer gleichberechtigten Behandlung glauben, möchten aber dennoch die besten Beziehungen zum grönländischen Volk aufrechterhalten. Wir sind nicht nur durch die Geschichte verbunden, sondern auch durch familiäre und freundschaftliche Bande. Dieser Wunsch ist jedoch nur dann sinnvoll, wenn Grönland dabei unterstützt wird, die volle Kontrolle über das eigene Territorium zu erlangen, und wir müssen fordern, dass keine wirtschaftlichen Zwangsmaßnahmen eingesetzt werden, um die politischen Entscheidungen des grönländischen Volkes zu beeinflussen. Gleichzeitig fordern wir, dass Reisen zwischen Dänemark und Grönland für alle, die Familie in Grönland haben, finanziell erschwinglich gemacht werden. Wir werden uns dafür einsetzen, dass die Unabhängigkeit Grönlands das Land nicht dazu zwingt, destruktive Zugeständnisse zu machen oder militärischem Druck nachzugeben. Gleichzeitig lehnen wir jeden Prozess ab, der nicht darauf abzielt, das gesamte grönländische Volk einzubeziehen, sondern sich auf die kleinen Eliten konzentriert.

Deshalb fordern wir auch, dass Grönland uneingeschränkten und ungehinderten Zugang zu allen Untersuchungen des grönländischen Bodens erhält und dass alle militärischen Vereinbarungen bezüglich der Arktis der arktischen Bevölkerung vorgelegt werden. Wenn der dänische Staat und die dänische Bourgeoisie weiterhin behaupten, wie schwer es gewesen sei, mit der Ausbeutung der Arktis Geld zu verdienen, fordern wir, dass alle Abrechnungen vorgelegt werden, einschließlich der Ausschüttungen von Dividenden.

Die Entwicklung eines echten Programms für die Beziehungen zwischen Grönland und Dänemark als ehemaliger Kolonialmacht setzt die vollständige Einbeziehung und Unabhängigkeit Grönlands voraus. Deshalb freuen wir uns über die Unterstützung der dänischen Linken für [die Partei] Inuit Ataqatigiit[ix] und wünschen ihnen viel Erfolg bei den Wahlen.[x]

Diese Erklärung des „forretningsudvalg“ (in etwa: geschäftsführender Ausschuss) der „Socialistisk Arbejderparti“ (SAP) wurde am 23. Februar 2025 auf Socialistisk Information, der Webseite der SAP, veröffentlicht. Die SAP ist die dänische Sektion der Vierten Internationale und Teil der 1989 von ihr mitgegründeten ökosozialistischen Partei „Enhedslisten – De Rød-Grønne“. Eine von Mitgliedern der SAP angefertigte Übersetzung dieser Erklärung ins Englische erschien im Mai 2025 auf International Viewpoint.

Aus dem Dänischen übersetzt von Friedrich Dorn unter Mitarbeit von Justin. Die Vorbemerkung und alle Anmerkungen wurden der Übersetzung ins Deutsche hinzugefügt.

Siehe auch den Kommentar „Steht Grönland vor der Annexion?“ von Pertou Mach und Pelle Dragsted, zwei Abgeordneten von Enhedslisten im dänischen Folketing, auf Deutsch.


[i]Das Inatsisartut (grönländisch für „die Gesetzgeber“, früher dänisch Grønlands Landsting) ist das Parlament von Grönland. Das Inatsisartut entstand 1979 mit der Einführung der „Hjemmestyre“ (etwa „Heimverwaltung“, Regierungsform von 1979 bis 2009, wurde dann durch die „Selvstyre“, Selbstverwaltung, ersetzt). Sein Vorläufer war „Grønlands Landsråd“, der 1950 aus den seit 1911 bestehenden Landesräten für Nord- und Südgrönland gebildet worden war (nach dem Eintrag auf Wikipedia).

[ii]Der Inuit Circumpolar Council(ICC) ist eine multinationale Nichtregierungsorganisation, die die Interessen der rund 150.000 Inuit in den USA (Alaska), Kanada, Grönland und Russland (Tschukotka, dem Autonomen Kreis der Tschuktschen im Föderationskreise Ferner Osten) vertritt und die 1980 in Nuuk (Grönland) gegründet wurde. Die Organisation definiert „Inuit“ als sämtliche indigene Völker, die traditionell den „Eskimos“ zugerechnet werden, also sowohl die eigentlichen Inuit als auch deren Schwestergruppe, den Yupik.

[iii]Kryolith ist ein seltenes Metall. Es wurde zunächst zur Herstellung von Alaune und Natriumcarbonat genutzt. 1853 bestimmte der dänische Staat, dass nur Den Kongelige Grønlandske Handel das Mineral abbauen durfte. „1894 hörte man auf, Natriumcarbonat aus Kryolith herzustellen, da man billigere Methoden entdeckt hatte. Allerdings konnte Kryolith auch für Emaillierungen von Kochtöpfen und Kochkesseln sowie für die Herstellung von Milchglas genutzt werden. Zudem hatte man ebenfalls entdeckt, wie man Aluminium aus Kryolith herstellen konnte. In den 1890er Jahren verließen über 100 Schiffe jährlich Ivittuut, um den Kryolith nach Dänemark und in die Vereinigten Staaten nach Natrona (Pennsylvania) zu exportieren.“ Als das Bergwerk 1987 nach 122 Jahren geschlossen wurde, „waren 3,5 Millionen Tonnen (etwa 1,2 Millionen m³) Kryolith (…) abgebaut worden, wobei allein 1943 80.000 Tonnen Erz gewonnen werden konnten.

[iv]Theobald Weber (1823–1886) war ein dänischer Großhändler und Fabrikant. Er ließ 1859 in Kopenhagen „Øresunds chemiske Fabriker“, meistens „Kryolitfabrikken“ genannt, errichten, in der Waschsoda (Natriumcarbonat)  und Alaun hergestellt wurden.

[v]Carl Frederik Tietgen (1829–1901) war ein dänischer Bankier und Industrieller, der als Geheimrat dem dänischen König als Berater nahestand und als eine der Schlüsselfiguren der industriellen Revolution in Dänemark. Durch die Gründung einer Privatbank konnte er sich an der Gründung vieler Unternehmen beteiligen; darunter befinden sich sowohl Mischkonzerne als auch spezialisierte Unternehmen in den Bereichen Transport und Logistik, Lebensmittelproduktion und Telekommunikation, die heute noch existieren (beispielsweise die Reederei DFDS oder die Brauerei Tuborg).

[vi]Ivittuut ist ein inzwischen unbewohnter Ort in Südgrönland, an dem das Mineral Kryolith und in geringen Mengen Silber und Zinn abgebaut wurden; es war der einzige Ort weltweit, wo Kryolith lagerstättenbildend auftrat und gewinnbringend abgebaut wurde. Der Abbau von Kryolith begann 1850, 1856 ermöglichte die Finanzierung durch C. F. Tietgen den Abbau und den Transport von Kryolith in größerem Umfang. „1987 wurde [das Bergwerk] Ivittuut geschlossen, da die Erzvorräte erschöpft waren und Kryolith mittlerweile synthetisch hergestellt werden konnte.“

[vii]Nachdem holländische, hamburgische und englische Walfänger ab dem frühen 17. Jahrhundert vor Grönland zu fischen und Tauschhandel mit den Inuit zu betreiben begannen, entwickelte sich in den Jahren 1712 bis 1782 ein von Handelskompanien und Missionaren getragenes Kolonialsystem des Königreichs Dänemark. Grönlands Kolonialzeit dauerte bis zum 5. Juni 1953, als es offiziell dekolonisiert und ein gleichwertiger Teil Dänemarks wurde, der zwei Sitze im „Folketing“ (dem dänischen Parlament) erhielt. Ebenso wie die Färöer erhielt Grönland am 1. Mai 1979 eine weitgehende Autonomie. Sehr viel ausführlicher: https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Gr%C3%B6nlands.

[viii]Die „Frederiks Kirke“ in Kopenhagen, die oft auch „Marmorkirken“ genannt wird, ist ein Kirchengebäude der evangelisch-lutherischen dänischen Volkskirche, die in unmittelbarer Nähe von Schloss Amalienborg liegt und mit ihrer monumentalen Kuppel die Silhouette der Stadt prägt. Der Grundstein wurde 1749 gelegt, die Weihe fand 1894 statt, nachdem der dänische Staat die Bauruine 1874 an den Industriellen C. F. Tietgen mit der Auflage verkauft hatte, die Kirche nach den alten Plänen fertigzustellen und dem Staat zu übergeben; im Gegenzug erhielt er die Rechte an Nachbargrundstücken.

[ix]Inuit Ataqatigiit (grönländisch: für „Gemeinschaft der Inuit“ bzw. „Gemeinschaft der Menschen“) entstand 1976 als Alternative links von der sozialdemokratischen Partei Siumut und der konservativen Partei Atassut, offiziell als Partei gegründet 1978. Zu ihren Zielen gehört die Unabhängigkeit Grönlands von Dänemark und internationale Zusammenarbeit mit den Inuit in Kanada und Alaska. Sie erhielt ab 1983 Stimmenanteile zwischen 10,6 und 44,1 % der Stimmen und ist seither meistens als drittstärkste Partei im grönländischen Parlament vertreten. Gegenwärtig stellt sie 7 von 31 Abgeordneten im grönländischen Parlament und eine der beiden grönländischen Abgeordneten im dänischen Parlament. Von 2021 bis 2025 war sie „Seniorpartner“, seither wie mehrfach vorher Juniorpartner der Regierung. Sie gehört mit Parteien aus Dänemark, von den Färöer-Inseln, aus Finnland, Island, Norwegen, Schweden der Nordic Green Left Alliance an.

[x]Zur 15. Wahl des Inatsisartut am 11. März 2025 siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Parlamentswahl_in_Gr%C3%B6nland_2025. Die bisherige Regierungspartei Inuit Ataqatigiit erhielt 21,6 % und damit 15,8 % der Stimmen weniger als vier Jahre vorher.

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