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Kultur

Ohne sie zu nennen…

Von H.N. | 12. Juli 2013

Hierzulande galt er vor allem als Verfasser melancholischer Chansons, die zunächst von Edith Piaf oder Juliette Gréco interpretiert wurden.

Hierzulande galt er vor allem als Verfasser melancholischer Chansons, die zunächst von Edith Piaf oder Juliette Gréco interpretiert wurden.

Als er dann später seine eigenen Lieder sang, galt er nicht als Gesellschaftskritiker. Nach seinem Tod am 23. Mai 2013 qualifizierte ihn die Presse mit Begriffen wie ein „Melancholiker, ein Liebhaber, ein Reisender, ein Flaneur“.

Wenig bekannt waren und sind bei uns seine explizit politischen Lieder. Ob das nur sprachliche Ursachen hat?

Vielleicht das Beste heißt „Sans la nommer“ („Ohne sie zu nennen“). Es handelt scheinbar von einer untreuen, das gute Leben suchenden (weiblichen) Person. Aber der Refrain lässt schnell an diesem Bild zweifeln:

Es ist sie, die man verfolgt und foltert. Es ist sie, die sich erhebt. Es ist sie, die leidet und streikt, die man ins Gefängnis wirft und verrät. Es ist sie, die uns Lust auf das Leben macht.

Am Schluss des Liedes löst sich das Geheimnis auf:

Und wenn Ihr wollt, dass ich sie Euch vorstelle – man nennt sie PERMANENTE REVOLUTION.

Wer war es?

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