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Frankreich

NPA: Und jetzt? Wir lassen nicht locker! Wir blockieren ALLES!

16. Oktober 2010


Samstag, 16. Oktober 2010

Die Mobilisierung wird nicht schwächer. Die aufeinander folgenden Demonstrationen, sind allesamt erfolgreich. Die Regierung kann lügen, soviel sie will, was die Zahlen betrifft, über den Charakter ihrer Reform, aber sie kann nicht darüber hinweg täuschen, wie tief die Mobilisierung verankert ist und wie weit die Ablehnung ihrer Politik verbreitet ist. Sehr viele beteiligen sich an den Demonstrationen, und sie repräsentieren eine massive Mehrheit der Bevölkerung. Das ist ein Anzeichen für eine soziale und politische Krise von größerer Bedeutung, als es 2003 und 1995 der Fall war. Die Machthaber versteifen sich, und das kann sie sehr teuer zu stehen kommen. Je länger sie zuwarten, desto mehr werden sie zugestehen oder aber den Platz räumen müssen. Wir von der NPA freuen uns darüber.

Ja, wir könnten gewinnen. Dafür dürfen wir nichts hergeben, wir müssen weiter die von der nationalen "intersyndicale" [dem Verbindungskomitee der Gewerkschaftsverbände] und den lokalen "intersyndicales" angesetzten Aktionstage zu Beweisen von Stärke machen. An diesem Dienstag muss der Streik im öffentlichen wie im privaten Sektor massiv werden, die Demonstrationen müssen mindestens ebenso groß oder noch größer werden wie die am vorigen Dienstag.

Wir müssen aber weitergehen, mehr und mehr Beschäftigten müssen in Streiks treten, über die jeden Tag neu abgestimmt wird. Die Jugendlichen dieses Landes müssen die Verbindung mit den abhängig Beschäftigten konkret werden lassen, darin symbolisiert sich die Solidarität unter den Generationen, die im Zentrum der Rente nach dem Umlageverfahren steht. Es muss mehr Blockadeaktionen geben, wie sie jetzt eingesetzt haben, damit es kein Benzin mehr gibt, damit nichts mehr fährt, weder Züge noch Flugzeuge noch Lastwagen, damit kein einziges Schiff mehr in den Hafen einfährt und ausläuft, damit die Tätigkeit der Betriebe ruht. Nach wenigen Tagen, wenn die Wirtschaft lahm gelegt ist und wenn die Unternehmer ihre Gewinne dahin schwinden sehen, dann werden die Machthabenden gezwungen sein zu kapitulieren.

Der Gesetzentwurf ist nicht verhandelbar, es ist nicht mit Abänderungen getan, er muss weg! Sarkozy, Fillon – Rücktritt!

http://www.npa2009.org/content/et-maintenant-lache-rien-bloque-tout

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